Von süßen Träumen und großen Plänen
Wer eine Tourismus- oder Hotelfachschule besucht, steht früher oder später vor einer entscheidenden Frage: Welche Zusatzqualifikationen sollen es sein?
Die Klassiker wie Jungsommelier oder Jungbarkeeper sind etablierte Größen in der touristischen Ausbildung. Doch abseits der abgetretenen Pfade wartet ein buntes Bouquet an Zusatzqualifikationen – von der Patisserie bis zum Concierge.
Kreativität im Zuckerrausch
Zuckerguss, Pralinen, Eclairs – die Patisserie ist eine Welt für sich und die Ausbildung dazu immer beliebter. Der Reiz der Ausbildung zum Jung-Patissier liegt wohl vor allem in der Freiheit, der eigenen Kreativität Ausdruck zu verleihen. In einigen Schulen wird diese Zusatzqualifikation angeboten – mit Prüfung und Zertifikat. Die Schüler tauchen ein in die österreichische Mehlspeisküche, lernen aber auch die Grundlagen der internationalen Patisserie kennen.
Sie üben sich in der Verarbeitung verschiedenster Teige, der Kreation raffinierter Torten sowie im Garnieren mit Schokolade, Marzipan und Co. Auch vegane und laktosefreie Varianten sowie saisonale Spezialitäten stehen oft auf dem Programm. Am Ende des Kurses wartet je nach Schule eine mehrteilige Abschlussprüfung mit schriftlichem Konzept, Theorieprüfung und der Umsetzung des süßen Werkes.
Auf Gästewunsch
Vom Geschehen hinter den Kulissen zur Ansprechperson Nummer Eins für die Gäste: Der Concierge. Er bringt sein ganz eigenes Skillset mit: Organisationstalent, Diskretion, Fremdsprachenkenntnisse und ein Netzwerk, das bis in die entlegensten Winkel der Welt reicht. Aktuell bieten nur wenige Schulen die Ausbildung hierfür an. Eine davon ist die Schule Bad Gleichenberg, wo die Qualifikation als „Concierge/ Rezeption“ geführt wird. Auch in der Tourismusschule Semmering wird dieses Spezialwissen vermittelt. Beide kooperieren mit dem Österreichischen Hotelportierverband „Les Clefs d’Or“ – und die Prüfungen haben es in sich: Ob die Organisation einer exklusiven Hochzeit oder die kurzfristige Buchung eines Hotels samt Tickets für ein Sportevent – die Schüler müssen kreative, oft knifflige Aufgaben lösen. Und das auf Englisch. Wer besteht, erhält ein weltweit anerkanntes Diplom.
Für alles gewappnet
Ob die Glasur einer dreistöckigen Torte oder die minutiös durchgeplante Überraschungsreise per Helikopter – die Zusatzqualifikationen im Tourismus sind so vielfältig wie die Wünsche der Gäste. Mit Leidenschaft und Blick fürs Detail wird der Grundstein für eine berufliche Zukunft gelegt, in der kein Wunsch zu groß und kein Traum zu süß ist.
Titelfoto: Anna Shvets
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